Reviews
No Inner Limits - The Phoenix Is Rising
Sleaze-Metal.com
2009 - Sleaze-Metal.com Review

Label
Bass: Arndt Ratering
Gitarre: Tommy Hartung
Gitarre: Markus Tünte
Schlagzeug: Manfred Klein-Tank
2.The Journey
3.The Phoenix Is Rising
Ist schon ein paar Tage her, dass ich das letzte Mal was von No Inner Limits gehört hab. Aber ich kann mich noch ziemlich gut an meine letzte Berührung mit der Band erinnern. Es war zu Zeiten ihres “This Planets Pulse” Albums, also so um 1996, und ich hab mich zuerst mit Händen und Füßen gegen das Album gewehrt, da ich zu der Zeit einfach die Schnauze voll hatte von deutschen Bands.
Glücklicherweise hab ich mich damals überreden lassen und “This Planets Pulse” gehört seitdem definitiv in meine Top 5 der deutschen Metal Alben aller Zeiten. Fast 13 Jahre sind seitdem vergangen und auch wenn ich NIL immer mal wieder in meinen Player geworfen habe, glaubte ich nicht wirklich daran nochmal was von den Jungs zu hören. Aber unverhofft kommt oft wie man so schön sagt und nun halte ich ihre neue EP “The Phoenix Is Rising” in den Händen. Was mir sofort auffällt ist die Tatsache, dass sich seit “This Planets Pulse” eigentlich am Line Up wenig getan hat. Nur die Position des Drummers wurde ausgetauscht und das ist in meinen Augen schon bemerkenswert, wenn man sich ansonsten so die Halbwertzeit eines Musikers in einer Band anschaut. Okay, nun aber genug Geschichtsstunde und ab zum musikalischen Teil.
Warum ich mir manchmal einfach keine deutschen Bands anhören kann, dürfte jedem klar sein, der sich nur ein bisschen mit der deutschen Szene auseinander gesetzt hat. Vieles klingt gleich und vieles auch typisch deutsch, stampfende Rhythmen und komische Texte, die eins zu eins aus dem deutschen adaptiert wurden,. Viele kleine Band versuchen krampfhaft den Aushängeschildern nachzueifern und versagen kläglich, werden aber im Untergrund von irgendwelchen Schmierlappen für ihr “Durchhaltevermögen” gelobt. NIL waren schon immer ein wenig anders, anstatt zu stampfen, haben sei es vorgezogen ein wenig filigraner zu Werke zu gehen und sich eher melodische Metal Acts a lá Crimson Glory oder Fates Warning als Vorbild zu nehmen und anstatt Rumpelreime von sich zu geben, sind sie schon immer ein wenig tiefsinniger, melancholischer gewesen. Glücklicherweise haben sich die Herren aus dem schönen NRW auch nicht von dieser Art und Weise getrennt, sie sind ihrem Stil treu geblieben.
Leider sind auf “The Phoenix Is Rising” nur drei Songs vertreten, aber sie machen genau das, wozu eine EP gedacht ist. Eine Ep ist ein Appetizer für ein neues Album, ein Beweis dafür, dass man es nicht verlernt hat und verlernt haben NIL gar nichts. Immer noch sind die prägnanten Stilmittel der Band, die leicht melancholischen Melodien, der Gesang von Daniel Fischer und die progressiv angehauchten Songstrukturen vorhanden. Wieder schaffen sie es den richtigen Weg zwischen Härte, Komplexität und Melodie zu gehen und sie wirken weder verkrampft, verkopft noch verweichlicht.
Fans von schönen Melodien sollten sich einfach “The Phoenix Is Rising” anhören, was dank MySpace nicht wirklich schwer ist und dann auch noch nach Informationen auf der Homepage der Band suchen : www.noinnerlimits.com. Jeder Fan anspruchsvollen Metals sollte NIL eh auf dem Radar haben, denn sie sind wieder (immer noch) da und auch wenn “The Phoenix Is Rising” soundtechnisch nicht mit Firmenveröffentlichungen mithalten kann, sollte man den Jungs endlich beweisen, dass es sich lohnt an seinen Idealen festzuhalten. Ich habe Respekt vor dem Durchhaltevermögen der Band und ihrer Liebe zur Musik. Es gibt bestimmt leichtere Wege, aber NIL haben ihren eingeschlagen und er ist steinig und steil. Nun liegt es an uns...
